Offensee, Rinnerhütte und Wildensee - das perfekte Trio für ein Sommerwochenende
3h 40m
Dauer
16,1 km
Entfernung
1369 m
Aufstieg
1371 m
Abstieg
Mittel3h 40m16,1 km651 - 1997 m
Beschreibung
Heute lernt ihr eine Rarität kennen, einen meiner Lieblingsorte. Er hat alles, was man braucht, um heiße Tage zu überstehen. Es gibt einen See unten, einen oben und eine gemütliche, kleine Hütte dazwischen. Was will man mehr? Unser Ziel liegt am westlichen Ende des Toten Gebirges an der Grenze zwischen Oberösterreich und der Steiermark. Diese Region zeichnet sich durch eine Vielzahl wunderschöner Seen und die bescheidene Präsenz des Massentourismus aus. Das mag ich! Schon kurz nach dem Verlassen der Autobahn wird es magisch - uns begrüßt der Wächter des Salzkammerguts - der Traunstein mit dem tiefsten See Österreichs zu seinen Füßen, dem Traunsee. Um zu unserem verborgenen Schatz zu gelangen, müssen wir den ganzen See entlang der Straße Nr. 145 bis zur Ortschaft Ebensee durchfahren und dort in Richtung Offensee abbiegen. Nachdem man das Auto am Ende der Straße abgestellt und die Ausrüstung organisiert hat, kann man sich auf den Weg zum Abenteuer machen! Wenn du Zeit und Lust zum Baden hast (und vor allem das Wetter mitspielt), ist ein Bad im wunderschönen, klaren und warmen Offensee eine großartige Idee. Blick auf das Tote Gebirge am Morgen Allerdings sollte man unten nicht zu lange verweilen - es wartet noch ein weiterer schöner See oben auf dich und einiges an Schweiß, der auf dem Weg gelassen wird. Auf geht's! Nach etwa 10 Minuten Wanderung entlang des Sees biegen wir dem Wegzeichen folgend links ab und steuern auf die Rinnerhütte zu. Lass dich nicht von der sanft ansteigenden breiten Straße täuschen. Nach kurzer Zeit zweigt rechts ein viel schmalerer Pfad ab. Und hier beginnt der richtige Spaß - vor uns liegen etwa 800 Höhenmeter steiler Aufstieg, 2 Stunden intensives Schwitzen. Technisch gibt es keine Schwierigkeiten - es gibt ein paar mit Seilen gesicherte Stellen und Metalltreppen, aber ohne Abgründe oder große Exponiertheit. Generell habe ich schon interessantere Wege zu Hütten gesehen, mit besseren Aussichten usw. Dieser macht das aber tausendfach wieder wett durch das, was dich oben erwartet, nämlich ...
Rinnerhütte, kleine Hütte mit großem "H"
Die Rinnerhütte ist ein ganz untypischer Ort, denn ihr Besitzer ist ein kleiner, lokaler Bergsteigerverein der Gemeinde Ebensee. Sie befindet sich in einem Tal zwischen den Gipfeln Weißhorn (1755 m ü. M.) und Rinnerkogel (Hausberg der Hütte - 2012 m ü. M.). Es ist eine kleine, gemütliche Hütte, die von einem super entspannten Team geführt wird. Den Gästen nach zu urteilen, kommen hierher hauptsächlich Einheimische, obwohl sich auch einige Touristen blicken lassen (z.B. ein Paar aus Australien, das mit dem Wohnmobil durch Europa reist). Das Essen ist köstlich, frisch mit lokalen Zutaten. Die Karte ist nicht sehr umfangreich, aber was kann man an einem Ort erwarten, wo das Personal die Zutaten auf eigenen Beinen hochtragen muss (nur Getränke werden per Helikopter transportiert). Wir haben zum Start Eier mit frischen Steinpilzen überbacken mit Bergkäse verdrückt. Dazu ein köstliches Vollkornbrot aus Sauerteig. Natürlicher geht es nicht :P Es ist erwähnenswert, dass die Übernachtung (natürlich im Gemeinschaftsraum) günstig ist - 10 Euro pro Person. Der Ort ist ziemlich begehrt, daher lohnt es sich, die Übernachtung im Voraus zu reservieren (beim ersten Mal hat es bei uns nicht geklappt). Den Luxus einer Dusche werden wir nicht erleben, aber wer braucht die schon, wenn uns nur 20 Minuten gemütlicher Spaziergang trennen von ...
Wildensee, eiskalte Rarität im Herzen des Toten Gebirges
Ich liebe Gewässer wie dieses! Eiskalt, tief, von Bergen umgeben und abseits gelegen. Das einzige Geräusch, das du hier finden wirst, ist das Rauschen des Windes und die Glocken der Almkühe. Auf der einen Seite befindet sich eine Wiese, die sehr oft zum Schlafen unter freiem Himmel oder im Zelt genutzt wird. Der See liegt auf einer Höhe von 1535 m ü. M. und erreicht eine Tiefe von bis zu 44 Metern. Das Wasser darin ist natürlich trinkbar, und zum Baden erst recht! Das Bad erfrischt wirklich und erweckt zum Leben :) So etwas braucht man nach einer intensiven Wanderung. Wenn du mehr Kraft und Zeit hast, kannst du dich auf den lokalen Zweitausender begeben, nämlich ...
Rinnerkogel, mein erster Sonnenaufgang auf einem Gipfel
Aussicht vom Gipfel des Rinnerkogel. Unten kann man den Traunsee erkennen. Der 2012 Meter hohe Rinnerkogel ist ein interessantes Ziel für jeden Besucher der Hütte und des Wildensees. Wenn du die Kraft und Lust hast natürlich, denn es erwarten dich weitere 500 Höhenmeter. Zeitlich muss man etwa 3 Stunden für das ganze Abenteuer einplanen. Der Weg ist technisch einfach, schön angelegt. Man spürt sehr gut das Karstklima des Toten Gebirges. Ich liebe die hiesigen Felsen, die wie erstarrte Masse aussehen. Ich habe mich entschieden, zum Sonnenaufgang zu gehen und mich mit dem extremen Weckruf um 4:30 Uhr auseinanderzusetzen. Erstaunlicherweise habe ich es geschafft aufzustehen und aufzusteigen. Auf dem Gipfel landete ich vor 6 Uhr und trotz zahlreicher Wolken begrüßte mich die Sonne. Die Aussicht war wunderschön, man konnte unten den Traunsee erkennen. Schade, dass zahlreiche Wolken die Sicht auf der anderen Seite verdeckten - bei schönem Wetter sieht man gut den Dachstein mit seinen Gletschern. Natürlich wurde der Himmel eine halbe Stunde nach dem Abstieg vom Gipfel perfekt klar und ich hatte Gedanken an eine Rückkehr nach oben, die ich jedoch verwarf, geleitet vom Magenknurren und der Vision des Frühstücks :)Rückweg vom Rinnerkogel
Oder etwas für Kenner? Wenn dir das nicht reicht und du über Kraft und Zeit verfügst, empfehle ich, eine schöne 3-tägige Runde durch das Tote Gebirge in Betracht zu ziehen. Diese Gegend bietet viele Wandermöglichkeiten, man will gar nicht mehr ins Tal absteigen! Eine schöne Variante ist der Aufstieg vom Offensee zur Rinnerhütte und weiter zum Albert-Appel-Haus (insgesamt ca. 4,5 Stunden) - hier Übernachtung. Am zweiten Tag Übergang zur Pühringerhütte (ca. 4 Stunden) mit weiterer Übernachtung. Der letzte Tag ist der Abstieg von der Pühringerhütte zum wunderschönen Almsee und Rückkehr zum Offensee (insgesamt ca. 7 Stunden). Das ist mein Ziel für nächstes Jahr :)
Und als Belohnung pure Entspannung :)
Und als Belohnung Strand-Feeling :) Wir haben uns aufgrund zeitlicher Einschränkungen für die entspanntere Variante entschieden. Gleich nach dem Frühstück sind wir schnell ins Tal abgestiegen (der Abstieg dauerte knappe 1,5 Stunden), haben die Ausrüstung im Auto gelassen und sind zum Offensee aufgebrochen, um sein Strand- und Badepotenzial zu nutzen. Alternativ kannst du ins Tal hinunterfahren, zum Traunsee, der über eine reiche Infrastruktur und mehr Möglichkeiten für aktive Freizeitgestaltung am Wasser verfügt. Ich bevorzuge jedoch wildere Orte, daher trifft der wunderschöne Offensee perfekt meinen Geschmack und ich habe ihn für die Strandentspannung nach der Bergaktivität gewählt. Ich liebe diese Gegend - jeder findet hier etwas für sich und niemand wird sich über Langeweile beklagen! Und so ist das heutige Abenteuer zu Ende gegangen. Dir bleibt nichts anderes übrig, als zu planen, zu reservieren, zu packen und zu entspannen :) Wir sehen uns auf dem Weg! Wenn dir mein Beitrag gefallen hat, teile ihn mit deinen Freunden. Danke!
Fotogalerie
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Infographic for hiking_trail 5
Infographic for hiking_trail 5
Infographic for hiking_trail 5
widok na Offensee z góry
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Rinnerhutte
Wildensee
wschód słońca z Rinnerkogel
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Technische Spezifikationen
Dies ist ein mehrtägiger Wanderweg. Die folgenden Werte sind die Summen aller Etappen.
Dies ist ein vereinfachtes Höhenprofil, das den höchsten und niedrigsten Punkt des Weges zeigt. Für ein detailliertes GPS-verfolgtes Höhenprofil verwenden Sie bitte eine dedizierte Wander-App.